Mückenalarm in Deutschland – SKD Frankfurt gibt hilfreiche Erfahrungen zum Schutz gegen die Plagegeister weiter

Vor allem in der Dämmerung werden sie aktiv. Ihr Surren raubt uns den Schlaf, und ihre Stechattacken treiben uns zur Verzweiflung. Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, und Rheinland-Pfalz leiden unter einem „außergewöhnlichen Stechmückenjahr“.

Grund dafür sind die ausgiebigen Regenfälle im Frühjahr, gefolgt von einer langen Hitzeperiode. Ideale Bedingungen für die kleinen Blutsauger. Allerdings sind es nur die Weibchen, die uns stechen. Damit die Eier in ihrem Körper reifen können, sind sie auf eiweißhaltiges Blut angewiesen. Und das liefern wir Menschen ihnen in rauen Mengen. Die Eier werden in stehenden Gewässern abgelegt. Ab einer Temperatur von 25 Grad entwickeln sich die Mücken besonders schnell. Dann dauert es nur etwa neun Tage, bis aus dem Ei ein fertiges Insekt geworden ist – und der Kreislauf beginnt von vorn. Unzählige Mückenschwärme sind deshalb zurzeit unterwegs, um sich ein neues Opfer zu suchen.

Süßes Blut gibt es nicht

Während manche Menschen sich vor den Angriffen der kleinen Vampire kaum retten können, bleiben andere davon fast verschont. Der Volksmund spricht vom „süßen Blut“, das die Mücken angeblich bevorzugen. Das ist allerdings Unsinn, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Eine entscheidende Rolle spielt unser Körpergeruch. Und der setzt sich aus Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren zusammen. Auch die Körpertemperatur entscheidet, ob wir gestochen werden oder nicht. Nur wenn sie zwischen 36,45 und 37,85 °C liegt, kann die Mücke einen Wirt überhaupt erkennen.

Tiger- und Sandmücken auf dem Vormarsch

Die einheimischen Stechmücken sind zwar lästig, aber harmlos. Durch den Klimawandel breiten sich jedoch auch immer mehr andere Mückenarten bei uns aus, z.B. die asiatische Tigermücke. Sie ist ausgesprochen aggressiv und gefährlich. Ihr Stich kann beim Menschen u.a. das unheilbare Chikungunya-Fieber auslösen, eine Virusinfektion, die mit starken Gelenkschmerzen einhergeht. In Deutschland wurden bereits einige Exemplare dieser Mückenart entdeckt und bekämpft. Ob dies dauerhaft gelingt, muss bezweifelt werden. Denn der schwarz-weiß gestreifte Blutsauger ist sehr anpassungsfähig. Auch die in der Mittelmeerregion beheimatete Sandmücke hat sich in Deutschland angesiedelt. Sie überträgt das „Toskana-Virus“, eine leichte Hirnhautentzündung und die gefürchtete Leishmaniose.

Hilfreiche Tipps

Vor allem Kinder leiden unter den heftig juckenden Stichen der Blutsauger. Kühlende Gels sowie kalte Umschläge mit Essigwasser oder Zitronensaft schaffen ein wenig Linderung. Vorbeugen ist aber auch hier besser als heilen. Insektenschutzgitter an Fenstern und Moskitonetze über dem Bett halten einen Großteil der Plagegeister fern. Lavendel, Salbei und Majoran in Töpfen verjagen Mücken durch ihren Duft. Lorbeeröl, das in einer Aromalampe verdampft wird, soll wahre Wunder wirken. In der Apotheke erhält man Insektenschutzmittel, so genannte Repellents, mit denen man sich einreiben oder einsprühen kann. Der Geruch ist jedoch selbst für Menschen häufig gewöhnungsbedürftig. Viele Kinder reagieren zudem allergisch auf diese Präparate. Inzwischen gibt es wirksame ungiftige Abwehrmittel, die allerdings häufiger aufgetragen werden müssen. Gute Erfahrungen haben manche Eltern mit homöopathischen Medikamenten gemacht. Innerlich eingenommen, sollen sie das Hautmilieu so umstimmen, dass das Blut den Mücken nicht mehr „schmeckt“.

Wichtige Lebewesen

In besonders betroffenen Gebieten werden die Mücken mit einem biologischen Protein-Wirkstoff bekämpft. Er sorgt dafür, dass das Entwicklungsstadium unterbrochen wird. Monika Fauser, Geschäftsführerin der SKD GmbH begrüßt diese Methode: „Der schonende Umgang mit der Umwelt und ihrer Ressourcen steht im Mittelpunkt unserer Unternehmensphilosophie. Deshalb ist jeder Verzicht auf chemische Keulen ein Fortschritt.“

Mücken dienen vielen Tieren als Nahrungsmittel und sind deshalb durchaus nützliche Tiere – auch wenn der zerstochene Mensch das anders sehen mag.

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